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Forscher weisen die reichste Inselflora der Welt nach1
Neuguinea verfügt mit 13.634 beschriebenen Arten über die vielfältigste Inselflora auf der Erde. Das haben 99 Wissenschaftler aus 55 Institutionen herausgefunden, darunter auch Botaniker der Universität Bonn. Die Arbeit wurde von Dr. Rodrigo Cámara-Leret von der Universität Zürich (UZH) geleitet. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht.
Genetische Ursache angeborener Fehlbildung entdeckt2
Spontane Mutationen eines einzigen Gens können vermutlich gravierende Entwicklungsstörungen der Ausscheidungsorgane und Genitalien hervorrufen. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Universität Bonn, die in der Fachzeitschrift „Frontiers in Cell and Developmental Biology“ veröffentlicht wird. Die Wissenschaftler verdanken ihre Erkenntnisse auch einem ungewöhnlichen Modell-Organismus: dem Zebrafisch.
COVID-19: Immunsystem auf Irrwegen3
Bei schweren Krankheitsverläufen von COVID-19 kommt es, anders als bislang allgemein angenommen, nicht allein zu einer starken Immunreaktion – vielmehr ist die Immunantwort in einer Dauerschleife aus Aktivierung und Hemmung gefangen. Fachleute der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) präsentieren diese Befunde gemeinsam mit einem bundesweiten Forschungsverbund im Wissenschaftsjournal „Cell“.
Hausdorffs Abschiedsbrief mit Nachlass vereint4
Der Bonner Mathematikprofessor Felix Hausdorff wählte den Freitod, um der Verfolgung und drohenden Ermordung durch das Nazi-Regime auf diesem Weg zu entgehen. Sein bewegender Abschiedsbrief vom 25. Januar 1942 wurde jetzt vom Archiv der Universität Bonn auf die andere Seite des Hofgartens gebracht und an die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) übergeben. So ist nach über 60 Jahren der Nachlass Felix Hausdorffs wieder vollständig an einem Ort vereint.
Wie Tumorzellen der Immunabwehr entgehen5
Wissenschaftler versuchen verstärkt, das körpereigene Immunsystem zum Kampf gegen Krebs zu nutzen. Eine neue Studie der Universität Bonn sowie von Forschungseinrichtungen in Australien und der Schweiz zeigt nun, mit welchen Strategien Tumorzellen dieser Attacke entgehen. Die für die Arbeit entwickelte Methode trägt zu einem besseren Verständnis des „Wettrüstens“ zwischen Immunabwehr und Krankheit bei. Die Ergebnisse könnten helfen, moderne Therapieansätze zu verbessern. Sie sind in der Zeitschrift „Immunity“ erschienen.
Versorgung immer älterer Patienten mit höchster Qualität6
Prof. Dr. Mark Coburn ist neuer Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Bonn. Der 44-jährige Nachfolger von Prof. Dr. Andreas Hoeft will mit Blick auf neueste Entwicklungen in der Medizin die Klinik zu einem international anerkannten Forschungszentrum weiter ausbauen. Dabei setzt er auf individuelle allumfassende Versorgungskonzepte vor allem für den älteren Patienten. Seine akademische Ausbildung führte Prof. Coburn 2005 für eineinhalb Jahre an das Imperial College London. Dort setzte er seine Forschung zur akuten Neurodegeneration fort, also für eine verbesserte Versorgung von Schlaganfällen, Schädelhirntraumen und Hirnblutungen. Jetzt kommt der neue Klinikdirektor von der RWTH Aachen, wo er die letzten sechs Jahre als Leitender Oberarzt der Anästhesie tätig war.
Bonner Geograph: Bonn steht 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gut da7
Seit der Wiedervereinigung hat Bonn die Verlagerung des Parlaments und wichtiger Institutionen der Bundesregierung zu verkraften. Der damit einhergehende Strukturwandel ist bisher erfolgreich bewältigt, sagt Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt vom Geographischen Institut der Universität Bonn. Zu diesem Ergebnis kommt er in einem aktuellen Aufsatz, der in der September-Ausgabe der „Geographischen Rundschau“ erscheint. Vor allem strukturpolitische Maßnahmen wie die Ansiedlung von Bundesbehörden und Institutionen der Vereinten Nationen (UN) und die Stärkung der Wissenschaft seien für diese Entwicklung verantwortlich.
Auswege aus der Wirtschaftskrise: Top-Ökonomen formulieren Grundsätze für eine erfolgreiche Bewältigung8
Seit Beginn der Corona-Pandemie stecken viele europäische Länder in einer Rezession. Um die wirtschaftlichen Folgen besser abzufedern, formulieren führende Wirtschaftswissenschaftler, darunter die Ökonomen Prof. Dr. Christian Bayer und Prof. Dr. Moritz Kuhn von der Universität Bonn, in einem offenen Brief Grundsätze für die Wirtschaftspolitik um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu bewältigen.
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